IM FOKUS – 6 PUNKTE FÜR DIE KULTUR

Liebe Kulturschaffende,

auf dieser Website stehen Ihnen nachfolgend wichtige Hinweise zu den Förderkriterien sowie zur Antragstellung einzelner Fördermaßnahmen zur Verfügung. 

Um die Bearbeitungszeit pro Antrag zu verkürzen und die Gelder im Falle einer Bewilligung schnellstmöglich auszuzahlen, arbeiten wir für die Antragserstellung und Abwicklung über ein digitales Antragsportal. Dabei steht die Sicherheit Ihrer Daten und der Schutz vor Missbrauch im Vordergrund. Um das Antragsportal zu nutzen, erstellen Sie sich einen eigenen Zugang. Dieser Zugang ermöglicht Ihnen in Ruhe an einem Antrag arbeiten zu können und sukzessive alle notwendigen Dokumente zusammenzutragen und hochzuladen. Sie können den Antrag entsprechend zwischenspeichern und müssen nicht durchgängig an diesem arbeiten. Bitte beachten Sie die weiteren Hinweise zur Antragstellung sowie den Maßnahmen, über die sie auf diesem Portal informiert werden. Vielen Dank! 

ANTRAGSTELLUNG/TECHNISCHE FRAGEN:

Im Infoblock (rechts) finden Sie ein pdf-Dokument, das Ihnen am Beispiel eines Vereinsantrages Hilfestellung bei der Antragstellung über das Antragsportal gibt. Darüber hinaus stehen wir Ihnen selbstverständlich bei der Antragstellung beratend zur Seite. Rufen Sie uns an, unter der 

06131/28838-50 und 06131/28838-11

sind wir für Sie da. Gerne können Sie uns auch eine E-Mail schreiben an fokuskultur@kulturstiftung-rlp.de. Wenn Sie Ihre Antragsnummer bereithalten, können wir Ihnen noch schneller helfen. Vielen Dank!

ANTRAGSPORTAL - BENUTZERNAME/PASSWORT:

Mit der Anmeldung im Antragsportal erhalten Sie eine Registrierungsmail. Darin findet sich Ihr Benutzername. Diesen benötigen Sie, um sich in das Portal unter https://fokuskultur-rlp.antragsverwaltung.de/login.php einzuloggen. Sollten Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie über die Startseite oder über "Passwort vergessen" ein neues Passwort generieren und sich dann wieder wie gewohnt einloggen. Bitte schauen Sie auch im Spam-Ordner nach der Registrierungsmail. 

HINWEIS: Ihr Benutzername setzt sich aus Ihrem Vor- und Nachnamen zusammen. Sofern Sie versehentlich Ihre E-Mail-Adresse als Benutzername eintragen, erscheint eine Fehlermeldung.

ANTRAG KORRIGIEREN/DATEN ERGÄNZEN:

Ist Ihr Antrag unvollständig oder möchten Sie nach dem Upload noch Korrekturen vornehmen, so können Sie sich mit uns über die o.g. Kontaktdaten in Verbindung setzen und Daten nachliefern. Bei der Datennachlieferungen loggen Sie sich bitte im Portal https://fokuskultur-rlp.antragsverwaltung.de/login.php ein und können dort die entsprechenden Felder korrigieren oder weitere Unterlagen hochladen. Eine vorherige Kontaktaufnahme über die Stiftung ist erforderlich. Ebenfalls kann es im Rahmen der Prüfung zu Nachforderungen kommen, für die Sie ebenfalls das Portal nutzen können. Im Bereich Datennachforderung können Sie die fehlenden  Unterlagen ergänzen und durch das Speichern werden die Dokumente eingereicht. 

FRAGEN/ANTWORTEN:

Viele Fragen und Antworten zu dem Förderprogramm "IM FOKUS - 6 PUNKTE FÜR DIE KULTUR" finden Sie unter dem Link im rechten Schaukasten, ebenso wie die Datenschutzerklärung.

Gerne nehmen wir Ihre Rückfragen via E-Mail unter fokuskultur@kulturstiftung-rlp.de entgegen. 

BERATUNG ZU FÖRDERMÖGLICHKEITEN GENERELL:

Für eine grundsätzliche Beratung zu Fördermöglichkeiten im Kulturbereich stehen Ihnen zudem die jeweiligen Fachverbände und die Kulturberater des Landes zur Verfügung:

Für das nördliche Rheinland-Pfalz:

Bartel Meyer
Kulturbüro Rheinland-Pfalz der LAG Soziokultur und Kulturpädagogik e.V.
C.-S.-Schmidt-Straße 9
56112 Lahnstein
Tel. 02621/62315-32
Mail: meyer@kulturbuero-rlp.de

Für das südliche Rheinland-Pfalz:

Roderick Haas
Kulturnetz Pfalz e.V.
Emmerich-Smola-Musikschule und Musikakademie der Stadt Kaiserslautern Altes Stadthaus, St.-Martins-Platz
67657 Kaiserslautern
Tel.: 0176-23263483
Mail: roderick.haas@kulturnetzpfalz.de

Wir wünschen Ihnen alles Gute!

Ihr Team
der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur und des Kultursommers Rheinland-Pfalz

 

AKTUELLES

Stärkung der Vereinsarbeit im Kulturbereich zur Überwindung der Folgen der Corona-Pandemie

Förderprogramm des MFFKI für Kulturvereine

Mit dem Förderprogramm „Stärkung der Vereinsarbeit im Kulturbereich zur Überwindung der Folgen der Corona-Pandemie“ werden gemeinnützigen Kulturvereinen dabei unterstützt, die Auswirkungen der Corona-Pandemie zu bewältigen. So sollen sie insbesondere bei der Modernisierung und Weiterentwicklung ihrer Strukturen, im Nachwuchs- und Mitgliederbereich, bei ihrer Öffentlichkeitsarbeit und vor allem auch bei der Digitalisierung unterstützt werden.

Die Förderrichtlinie mit weiteren Informationen zum Förderprogramm finden Sie hier.

Den Online-Antrag zum Förderprogramm finden Sie hier.

Antragsschluss ist der 01. Dezember 2021. (Datum Posteingang bei der Bewilligungsbehörde MFFKI).

 

Antragstellung und Informationen

Überblick

Im Rahmen dieser Maßnahme wurden Projektstipendien an Solokünstler/innen, die erwerbsmäßig künstlerisch tätig sind, vergeben. Die Projektstipendien dienen dazu, in einer Zeit ohne Ausstellungen, Auftritte oder auch Workshops und eines massiven Wegfalls wichtiger Einnahmequellen das künstlerische Schaffen fortzusetzen, kreativ und innovativ arbeiten zu können und Projekte weiter oder neu zu verfolgen. Gefördert werden können Projekte in ihrer gesamten künstlerischen Vielfalt. Hierzu gehören bspw. künstlerische Textarbeiten und Publikationen, gestalterische Arbeiten, die Entwicklung neuer Kunstwerke (Skulpturen, Gemälde, Zeichnungen etc.), die Herstellung von Filmen, Performances, aber auch Auftritte, oder die Transformation von analogen in digitale Formate.

Die Stipendien wurden als Projektstipendien für die Dauer von drei Monaten vergeben, in denen an dem Projekt gearbeitet werden kann. Antragsschluss der 3. Runde war der 30. April 2021.

Das Förderprogramm ist nun geschlossen. Es ist keine weitere Antragstellung möglich. Es werden nur noch die Sachberichte über das Portal eingereicht.

Dokumentation

Hinweise zur Dokumentation finden Sie hier sowie im Antragsportal und in der rechten Infobox. Ein Sachbericht mit Fotos ist als Nachweis für die Arbeit an Ihrem Stipendium ausreichend. Gerne können Sie im Sachbericht auf Links oder Ihre Website und weitere Informationen verweisen. 

Neustart - Programm für Kultureinrichtungen

Diese Maßnahme richtet sich auch 2021 an Einrichtungen und Projektpartner, die eine Förderung des Ministeriums für Frauen, Familie, Kultur und Integration Rheinland-Pfalz erhalten. Aufgrund von Schließungen und Kapazitätsbeschränkungen konnten und können geplante Projekte und Jahresprogramme unterschiedlicher Formate nicht umgesetzt werden. Alle Einrichtungen und Projektträger werden die Möglichkeit haben, Kulturarbeit wiederaufzunehmen, wenn sukzessive Lockerungsmaßnahmen im Rahmen der Bekämpfung der Corona-Pandemie vorgenommen werden. Die Fördermaßnahme soll sicherstellen, dass Einrichtungen und Projektträger ihren Betrieb fortsetzen und wiederaufnehmen können. In Diesem Zusammenhang wird ermöglicht, das Kulturprogramm den geänderten Rahmenbedingungen anzupassen und zu aktualisieren.

Hierdurch werden die Einrichtungen und Projektpartner darin unterstützt, trotz gravierender Einnahmeverluste weiterhin Kultur machen zu können.

Antragstellung

Für die Antragstellung setzen Sie sich bitte mit der/dem für Ihr Vorhaben zuständigen Referentin/Referenten der Kulturabteilung des Ministeriums für Frauen, Familie, Kultur und Integration Rheinland-Pfalz ins Benehmen. Darüber hinaus können Sie Ihre Rückfragen auch vorab via E-Mail richten an: fokuskultur@kulturstiftung-rlp.de

Hinweise

Das Ministerium für Frauen, Familie, Kultur und Integration Rheinland-Pfalz ist die Bewilligungsbehörde dieser Maßnahme. Die Mittel dieser Maßnahme werden im Rahmen der Verfügbarkeit der Haushaltsmittel bewilligt. Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht.

Doppelförderungen in Kombination mit den Maßnahmen 1, 3 und 5 sind ausgeschlossen.

Fristen

Anträge können postalisch gesendet werden an:

 

Abteilung für Allgemeine Kulturpflege

Ministerium für Frauen, Familie, Kultur und Integration Rheinland-Pfalz

Mittlere Bleiche 61

55116 Mainz

 

Zuvor ist eine Kontaktaufnahme mit dem/der für Ihr Projekt/Ihre Einrichtung zuständigen Referenten/Referentin bei Maßnahme 2 "Neustart" erforderlich.

 

Überblick

Die Kulturvereine partizipieren am Landesprogramm „Schutzschirm Vereine in Not“. Das Kulturministerium stellt dafür 2 Millionen Euro zur Unterstützung von Kulturvereinen zur Verfügung. Die vielfältige Kulturlandschaft in Rheinland-Pfalz wird damit in ihrer Existenz gesichert.

Mit dem im Folgenden beschriebenen Programm soll von der Corona-Krise in ihrer Existenz bedrohten gemeinnützigen Vereinen und anderen gemeinnützig anerkannten zivilgesellschaftlichen Organisationen in Rheinland-Pfalz (nachstehend „Vereine“ benannt) finanzielle Hilfe geboten werden.

Im Interesse einer lebendigen Zivilgesellschaft muss die Handlungsfähigkeit gemeinnütziger Vereine gesichert werden. Dies ist für ein funktionierendes Gemeinwesen unerlässlich und auch nach der Pandemie von entscheidender gesellschaftlicher Bedeutung. Die staatlichen Unterstützungsmaßnahmen sollen eine drohende Aushöhlung der zivilgesellschaftlichen Strukturen und Organisationen verhindern.

Das Programm wird von drei Einrichtungen umgesetzt.

Bitte prüfen Sie daher Ihre Zuständigkeit, da sich die jeweiligen Antragstellungen bei den Behörden unterscheiden:

  • Kulturvereine (Musik, Gesang, Chöre, Theater, Literatur, Heimatpflege, Brauchtum, Museumsvereine, Geschichtsvereine): Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur (im Auftrag des Ministeriums für Frauen, Familie, Kultur und Integration Rheinland-Pfalz) über diese Antragsplattform.
  • Sportvereine/Sportverbände: der Landessportbund/die Regionalen Sportbünde handeln konkret im Auftrag des Ministeriums des Innern und für Sport Rheinland-Pfalz und strikt nach den Vorgaben des Landes
  • andere Vereine (bspw. aus den Bereichen Soziales, Frauen, Familie, Jugendarbeit, Natur-, Tier- und Umweltschutz, Klimaschutz, Bildung, Integration, Verbraucherschutz, Freizeit und Geselligkeit, u.v.m.): Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Rheinland-Pfalz (im Auftrag der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz)

Zur Antragstellung für Kulturvereine:

Die Antragstellung für Maßnahme 3 aus dem Förderprogramm "IM FOKUS - 6 PUNKTE FÜR DIE KULTUR" erfolgt für die Kulturvereine weiter über ein Antragsportal. Zum Antragsportal gelangen Sie hier. Falls keine automatische Weiterleitung erfolgt, verwenden Sie gerne den nachfolgenden Link:

https://fokuskultur-rlp.antragsverwaltung.de/

Wurde Ihr Vereinsantrag über das Antragsportal abgelehnt, da der Liquiditätsengpass erst zu einem anderen Zeitraum entsteht?

Ist dies der Fall, setzen Sie sich bitte bei einer erneuten Antragstellung mit uns unter fokuskultur@kulturstiftung-rlp unter Angabe Ihrer Antragsnummer in Verbindung. Die Antragstellung erfolgt dann vereinfacht.

Wurde Ihnen bereits ein Antrag über das Antragsportal bewilligt und Sie müssen einen Folgeantrag einreichen?

Auch dann bitten wir Sie, sich mit uns unter fokuskultur@kulturstiftung-rlp.de unter Angabe Ihrer Antragsnummer mit uns in Verbindung zu setzen. Das Antragsverfahren kann für Folgeanträge erleichtert werden. 

Haben Sie Probleme bei der Antragstellung über das Antragsportal?

Wir bieten Ihnen in der Geschäftsstelle der Kulturstiftung größtmögliche Unterstützung an und helfen Ihnen bei der Antragstellung. Bislang konnte jeder Antrag erfolgreich eingereicht werden. Wir beraten Sie telefonisch, via Videokonferenz oder auch persönlich in der Geschäftsstelle.

Die Fördergrundsätze finden sich nachfolgend beschrieben:

Ziel des Programms ist es, Vereinen und Organisationen, die gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke verfolgen (nachstehend „Vereine“ benannt), und die infolge der Corona-Pandemie in Existenznot geraten, auf Antrag hin wirksam zu unterstützen, damit sie ihre ideellen, gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zwecke weiterhin verfolgen und umsetzen können.

Antragsteller müssen gemäß §§ 52, 53, oder 54 der Abgabenordnung (AO) als steuerbegünstigt anerkannt sein und dürfen erst nach dem 11. März 2020 durch die Corona-Pandemie in finanzielle Notlage gekommen sein.

Die gewährten Soforthilfen dienen ausschließlich und unmittelbar dazu, die steuerbegünstigten Zwecke der Vereine zu erreichen.

Das Programm ist subsidiär angelegt. Das bedeutet, dass Antragsteller zunächst alle eigenen Möglichkeiten, wie etwa der vollständige Verbrauch von Ansparungen oder Rücklagen, zur Bewältigung der Krise ausschöpfen müssen. Ausgenommen hiervon sind Rücklagen, die in Kürze für dringende und unabweisbare Maßnahmen benötigt werden.

Sofern Vereine wirtschaftliche Hilfen des Bundes beantragt oder erhalten haben und weiterhin ein Liquiditätsengpass besteht, können Soforthilfen aus dem Programm „Schutzschild für Vereine in Not“ beantragt werden.

Vereine, die bereits im Jahr 2020 Soforthilfe aus diesem Programm erhalten haben, können auch 2021 bis zu 12.000 Euro über den Schutzschild beantragen, wenn Liquiditätsengpässe weiterhin bestehen.

Wer ist antragsberechtigt?

Der Antragsteller muss die folgenden Bedingungen erfüllen:

  • Er muss ein bzw. eine gemäß § 52, 53 oder 54 der Abgabenordnung (AO) als steuerbegünstigt anerkannter Verein bzw. Organisation sein und seinen/ihren Sitz in Rheinland-Pfalz haben.
  • Er muss glaubhaft machen, dass Liquiditätsengpässe infolge der Corona-Pandemie zu Insolvenz und damit Existenzbedrohung führen und diese nicht bereits vor dem 11. März 2020 eingetreten sind.

Vereine, die institutionelle Förderungen für die Unterhaltung und den Betrieb ihrer Einrichtung erhalten, oder deren Liquiditätsengpässe durch andere staatliche oder private Zuwendungen bereits gedeckt sind, sind von diesem Programm ausgeschlossen.[1]

Sofern Vereine trotz gewährter Projektförderung der öffentlichen Hand in projektunabhängige Liquiditätsengpässe geraten, können sie Soforthilfen nach diesem Programm erhalten.[2]

Für Bagatellschäden kommen Billigkeitsleistungen nicht in Betracht. Billig-keitsleistungen nach diesem Programm können nur bewilligt werden, wenn die Höhe des verbleibenden Liquiditätsengpasses insgesamt mindestens 750 Euro beträgt.

Bei der Festsetzung der Höhe der Billigkeitsleistung ist zu berücksichtigen, ob der Antragsteller seiner Schadensminderungspflicht entsprochen hat. Dabei kommt es darauf an, ob er alle Möglichkeiten genutzt hat, den Liquiditätsengpass ganz oder teilweise abzuwenden.

Für welche finanziellen Belastungen können Soforthilfen beantragt werden?

Bei Glaubhaftmachung einer nicht mehr aus vorhandenen Eigenmitteln (Ansparungen, Rücklagen etc.) zu deckenden finanziellen Belastung, die zur Insolvenz und Existenzgefahr führt, können Vereine Soforthilfen aus diesem Programm beantragen für bspw. folgende Ausgaben:

  • Miet- und Pachtkosten
  • Betriebskosten (Wasser, Strom, Gas, Heizung, weitere Nebenkosten)
  • unabwendbareInstandhaltungen
  • Ausgaben aufgrund von Zahlungsverpflichtungen aus bereits vor der Pandemie in Auftrag gegebener und durch die Pandemie nicht durchgeführter Projekte, Vorhaben und Veranstaltungen (z. B. Stornierungskosten, bestehende Verträge)
  • Kosten für Kredite und Darlehen für bereits vor der Pandemie getätigte Investitionen
  • Kosten für vertraglich gebundene Honorare. Auf die Einhaltung der Grundsätze der Schadensminderungspflicht wird verwiesen.

Höhe der finanziellen Soforthilfe

Der Antragsteller kann für das Jahr 2021 eine Soforthilfe zum Ausgleich pandemiebedingter Liquiditätsengpässe für maximal drei Monate bis zu einer maximalen Höhe von insgesamt 12.000 Euro erhalten. Besteht in den Folgemonaten trotz der Soforthilfe weiterhin ein existenzbedrohender Liquiditätsengpass und wurde die Maximalsumme von 12.000 EUR nicht ausgeschöpft, kann ein weiterer Antrag auf Soforthilfe gestellt werden. Die Höhe der jährlichen Soforthilfen insgesamt beträgt maximal 12.000 EUR pro Jahr.

Vereine, die bereits im Jahr 2020 Soforthilfen aus dem Programm erhalten haben, können auch 2021 bis zu 12.000 Euro über den Schutzschild beantragen, wenn Liquiditätsengpässe weiterhin bestehen.

Rechtsanspruch

Ein Rechtsanspruch auf Gewährung einer Soforthilfe besteht nicht. Die jeweils zuständige Bewiligungsstelle (Landessportbund/Regionale Sportbünde, Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz, ADD) entscheidet über den Antrag nach pflichtgemäßem Ermessen im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel.

Antragsverfahren

Die Soforthilfe kann bei der jeweils zuständigen Bewilligungsstelle beantragt werden. Hierfür stehen online enstprechende Anträge zur Verfügung. Der Antrag ist vom bzw. von den Vertretungsberechtigten des Vereins zu unterzeichnen und in digitaler und postalischer Form an die benannte Stelle zu richten.

Der Antragsteller muss im Antrag einen pandemiebedingten Liquiditätsengpass darlegen und glaubhaft machen. Ein pandemiebedingter Liquiditätsengpass ist gegeben, wenn der Antragsteller durch die Corona-Pandemie in existenzbedrohende wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten ist, weil er Verbindlichkeiten zu befriedigen hat, für deren Begleichung absehbar keine ausreichenden liquiden Mittel zur Verfügung stehen, obwohl deren Eingang eingeplant war.

Anträge, die sich auf Liquiditätsengpässe beziehen, die vor dem 11. März 2020 entstanden sind, sind nicht förderfähig.

Folgende Unterlagen werden benötigt:

  • Antrag auf Gewährung einer Soforthilfe (Antragsformular)
  • Satzung des Vereins
  • Freistellungsbescheid des zuständigen Finanzamtes für Körperschaften, ggf. auch vorläufiger Bescheid bei neu gegründeten Vereinen
  • ggf. Bescheid der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz über erhaltenen Wirtschaftshilfen des Bundes oder Bescheide anderer Förderer
  • Vorlage einer Legitimationsurkunde des vertretungsberechtigten Vorstands (z. B. Personalausweis oder Reisepass)

Anträge für das Jahr 2021 sollen bis spätestens 1. Dezember 2021 bei den benannten Bewilligungsstellen eingereicht werden.

Verwendungsnachweis

Die bestimmungs- und ordnungsgemäße Verwendung ist durch eine Erklärung an Eides statt zu versichern.

Datenschutzrechtliche Bestimmungen

Der Antragsteller erklärt sich mit der Antragstellung neben der Aufhebung des Steuergeheimnisses damit einverstanden, dass zum Zwecke der Vorhabenprüfung und zur Durchführung des Gewährungsverfahrens die erforderlichen personenbezogenen Angaben (z. B. Name, Anschrift, Kontaktdaten, SteuerID), die erforderlichen Angaben zum Vorhaben selbst sowie über die Höhe der Soforthilfe in geeigneter Form erfasst und an die am Bewilligungs- und Prüfverfahren beteiligten Stellen zur Abwicklung des Soforthilfe-Programms weitergegeben werden können. Wird diese Einwilligung nicht erklärt oder widerrufen, führt dies dazu, dass keine Soforthilfen im Rahmen dieses Programms gewährt werden können oder eine bereits bewilligte Leistung zurückgefordert wird.

Ferner wird auf die datenschutzrechtlichen Bestimmungen der für die Antragsabwicklung zuständigen Stellen sowie die in den Antragsformularen enthaltenen datenschutzrechtlichen Hinweise verwiesen.

Weitere Bestimmungen

Die Soforthilfen werden nur gewährt, wenn zur Abwendung des Existenz bedrohenden Zustands keine anderen Förderungen oder Hilfen in Anspruch genommen werden können, welche die gleichen Notlagen wie diese Regelung ausgleichen, und keine anderen Ansprüche auf Schadensausgleich bestehen.

Der Landesrechnungshof, das jeweilige fachlich zuständige Ministerium sowie die Finanzämter sind berechtigt, bei den Soforthilfeempfängern und den Bewilligungsstellen Prüfungen hinsichtich der Inanspruchnahme und Verwendung der Soforthilfe durchzuführen.

Rechtsgrundlage für die Gewährung der Billigkeitsleistungen ist § 53 LHO. Der Zweck der Billigkeitsleistungen, die leistungsbegründenden Voraussetzungen einschließlich ihres Nachweises sowie Art und Umfang der Leistungen werden durch diese Richtlinie näher bestimmt.

Die Angaben im Antrag sowie in den dazu eingereichten ergänzenden Unterlagen sind – soweit für die Bewilligung, Gewährung, Rückforderung, Weitergewährung oder das Belassen der Hilfen von Bedeutung – subventionserheblich i. S. d. § 264 des Strafgesetzbuches i. V. m. § 2 des Subventionsgesetzes vom 29. Juli 1976 (BGBI I S. 2034, 2037) und § 1 des Landessubventionsgesetzes vom 7. Juni 1977 (GVBl. S. 168).

Inkrafttreten/Außerkrafttreten

Die Richtlinie tritt zum 4. Mai 2020 in Kraft. Sie tritt am 31. Dezember 2021 außer Kraft.

 

[1] Institutionelle Förderung: Zuwendungen zur Deckung der gesamten Ausgaben oder eines nicht abgegrenzten Teils der Ausgaben eines Zuwendungsempfängers. Gefördert wird also die Institution als solche zur Wahrnehmung der satzungsmäßigen Aufgaben.

[2] Projektförderung: Zuwendungen zur Deckung von Ausgaben des Zuwendungsempfängers für einzelne Vorhaben, die fachlich, inhaltlich, finanziell und zeitlich abgrenzbar sind.

 

Weiterführende Links

Allgemeine Informationen zum Schutzschild und bspw. auch Ansprechpartner/innen der anderen beiden Bereiche finden Sie hier oder unter nachfolgendem Link auf der Seite: wir-tun-was.rlp.de

Mit diesem Baustein wurde die Grundlage für digitale Formate in der Kultur verbessert. Kultureinrichtungen, Künstlerinnen und Künstler konnten damit nicht nur in Zeiten von social distancing ihre Kunst und Kultur präsentieren, sondern auch neue Formate entwickeln. Insgesamt wurden über 150 Projekte mit insgesamt 1 Million Euro gefördert.

Das Programm ist seit dem 15. November 2020 geschlossen.

Mit dieser Programmlinie wurden Programmkinos bei der Entwicklung alternativer Formate und bei der Anpassung ihrer Häuser an die Corona-Bedingungen unterstützt. Über die Ko-Finanzierung bei Bundesförderung wurde den Programmkinos die Einwerbung von Bundesmitteln ermöglicht und mit einer Sonderprämie wurden die ausgezeichneten Programmkinos in ihrer Existenz unterstützt. Dafür wurden insgesamt 500.000 Euro eingesetzt. Nach Abschluss der Förderlinie M5 stehen ab 2021 im Landeshaushalt Fördermittel zur Ko-Finanzierung des Bundesprogramms zur Verfügung. Zusätzlich werden Programmkinos auch 2021 über den Kinoprogrammpreis des Landes Rheinland-Pfalz unterstützt.

Überblick

Um der Kulturszene eine an die Corona-Pandemie angepasste Ausrichtung auch in 2021 zu ermöglichen, wird die flexible Handhabung bewilligter Mittel aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie fortgesetzt, so dass in 2021 möglichst viele Kulturangebote bei Bedarf angepasst und umgesetzt werden können. Dazu wird eine entsprechende Allgemeinverfügung des Kulturministeriums für 2021 erlassen.

Schwerpunkte:

1. Anpassung der Förderbedingungen,

2. Verlängerung des Bewilligungszeitraumes bis Jahresende,

3. Bei der pandemie-bedingten Absage von Veranstaltungen werden bereits getätigte und nicht abwendbare Kosten als zuwendungsfähig anerkannt,

4. Unterstützung bei der Antragstellung.

Gerne nehmen wir Ihre Rückfragen via E-Mail entgegen unter: fokuskultur@kulturstiftung-rlp.de

Weiterführende Informationen 

www.fokuskultur-rlp.de

www.kulturland.rlp.de

www.kultursommer.de